„Sieben auf einen Streich…“
Sieben Dichter und Dichterinnen haben sich zusammengetan, um in diesem Blog Lyrik und Prosatexte, zu monatlich wechselnden Themen, in einer Gesamtschau, zu veröffentlichen.

Für Januar 2017 beginnen wir mit einem Wort-Feuerwerk zum Thema Liebe, Lust und Leidenschaft….!

Wir freuen uns auf Kommentare, Kritik und Anregungen und über Besuch auf unseren eigenen Seiten, auf denen eine individuelle Auswahl unseres Schaffens zu finden ist. Viel Freude beim Entdecken und Stöbern….!

 

Ewig Du

Meine Liebe
geht ihren Weg.

Ich atme sie ein,
getragen von Wind.

In Eile,
nehme ich das Letze wahr.

So nah.
So viel Zeit.

Dazwischen
das Meer, die Berge.

Ich weiß,
du währst ewig.
In mir.

© CS

 

Liebe !?

Liebe! Hast du gesagt.
Liebe? Hab‘ ich gefragt.
Wessen?

Verzagt.
Vertagt.

Indessen,
Liebe geht nur zusammen.

Stehen wir in Flammen,
werden wir fliegen
im Liegen.

Träumen
in Räumen.

Im rhythmischen Schwingen
die Schöpfung besingen.

Wenn wir im Eruptieren
uns ineinander verlieren,
aus höheren Sphären
ein neues Universum gebären.

© HH

 

Ein Fingerzeig

Ein Fingerzeig von dir
Zart hoffnungsgrüner Zweig
Lässt mich erzittern
Sehnsuchtsvoll im roten Kleid

Strecke mich aus zu dir
Greife nach deiner Hand
Wir schweben steigen
Die Himmelsleiter entlang

Lachende Luftwesen
Atemlos und drängend
Als freies Geleit
Sonnenstrahlen sengend
Einst

© BS

 

Nur für Dich

Wie der Tau
der sich des Morgens im lichten Wald auf den Spinnnetzen niederlässt
und von den ersten Sonnenstrahlen zu winzigen glitzernden Diamanten verwandelt wird

Wie das Rehkitz
das in sicherer Nähe zu seiner Mutter im Windspiel von Sonne und Schatten
auf der Wiese döst als lausche es den Gesängen der Vögel

Wie die Eichhörnchen
die zwischen den belaubten Ästen und Zweigen Verstecken und Nachlaufen spielen
und wenn man ganz leise ist
und die Stille im inneren seines Körpers spürt
ja, dann kann man sie sogar lachen hören

Wie die Natur
die vom Menschen unberührt nach ihren eigenen Gesetzen handelt
und nichts ahnt von „GUT“ und „BÖSE“, sondern nur von SEIN und VERGEHN

Wie ein Schluck Trinkwasser
im Meer der Ignoranz und der Gefühlskälte

Das brauche ich –wie Dich
© UH

 

Erwachen

Dein Körper wie eine Violine
und fein wie der Klang einer Leier …

Es ist ein Erwachen,
süß und zahm,
um mich wieder auf den Boden zu holen …
um neben dir zu sein…

Die Zunge der Liebe
wird nicht zergehen
auf der einsamen Rose…

und ich koste ihre Blätter.

© DD

 

– Zwischen Atem Und Los –

Geräuschkulisse
Feucht
Serpentinenkörper
Wiegen sich
Zueinander
Gleiten & Entgleiten
In andere Sphären
Zwischen Atem und Los
Lava

© CS

 

Vereinigung

Zwei Herzen vor Liebe in Brand,
zu eng wird umhüllender Tand.

Mit Blicken berühren,
den Duft erspüren.

Reglos verbunden,
innig empfunden.

Pulsierend verblieben
ist selbstloses lieben.

Herz an Herz erscheint,
sind auch die Seelen vereint.

© HH

 

Lass mich

Lass mich schmelzen,
in der wunderbaren
Umarmung unserer Körper…

lass mich dir entflammen
heiße, leise Seufzer,
in einer Kaskade
von lodernden Leidenschaften…

lass mich im Regen
von Gefühlen und Wunder,
dir ewig Schauer sein,
mit Lust und Verlangen,
im Tanz unserer nassen Lippen.

© DD

 

In dieser Nacht

In den Kissen dieser Nacht
Traumverloren
ahne ich dich

Dein schlafwarmer Leib sucht mich
Deine Hände
Leicht und so sanft

Träge strecke ich mich aus
Träum mich an dich
Im fahlen Licht

Deine Lippen liebkosen
Warten auf mich
Komm ach komm doch

Auf verrutschten Laken
Mich verlierend
Tauche ich tief ein

In deinen Sonnenaufgang

© BS

 

Vielleicht

Ich sammle deine Tränen auf,
und rahme sie gold ein.
An der Wand hängend,
werden sie mich erinnern,
als du noch Mensch warst.

Ich sammle deine Tränen auf,
und würze damit Fades.
Was nicht schmeckt,
nicht bunt ist,
und von Emotionen verlassen.

Ich sammle deine Tränen auf,
und gieße sie über alte Bilder.
Vielleicht erweckt ein Funke zum Leben,
vielleicht kriegen vergessene Träume Kinder.

©CS

 

Dein Brombeermund

Dein Brombeermund
öffnet sich, und
es ertönen Silben,
die nie mir vergilben.

Du sprichst zu mir
von mir und dir,
von meinen und deinen,
von ergänzen und vereinen.

Im ineinander Streben
fühle ich dein Erbeben.
Unsere Seelen singen,
wenn wir in uns verklingen.

So wie ich eins mit dir werde,
ergänzen sich Himmel und Erde.
Darum bin ich nur halb ohne dich,
Sein ohne dir, ist Nichtsein für mich.

© HH

 

Im Wald dein Blick
Ich fasse deine Hand
Abseits des Weges

Stille um uns
Spüre ich ein Beben
Von mir zu dir

Öffne mein Sein
Wilde Lust steigt auf
Dir entgegen

Unter dem Baum
den Stamm im Rücken
deine Hände

Unser Atem
Hebt uns empor weiter
Ins Himmelblau

© BS

 

An tausend Stellen pochend

dieser heiße Schauer im Nacken
und das Gefühl in meinem Bauch …

meine Halsader steht kurz vor dem Platzen
und kann meinen Atem nicht mehr zähmen …

ich schließe meine Augen
und spüre mein Herz an tausend Stellen
pochend in der Brust …

wo ist mein Verstand
und wo bin ich?…

ich blicke in deine Augen,
fange an zu zittern,
mir kommt es, ich muss schreien …

sie berühren mich, deine Lippen …

© DD

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