In diesem Monat wenden wir all unsere Kraft dafür auf, um nichts als Liebe und Leiden-schaft zu säen, zu pflanzen. Mögest du, wachsamer Leser, mit nur einem halben Atemzug den Duft, den unsere Zeilen versprühen, genüsslich, mitunter nachdenklich, aufsaugen.

“ … wenn der Mensch des Äußeren beraubt wird besteht Hoffnung,
wie im Winter, dass ein neuer Frühling sich entwickeln wird …
das Leben ist kurz wie ein halber Atemzug – pflanze nichts als Liebe.“

frei nach Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī  (1207-1273)

 

 

 

Wärme
sickert hindurch,
bäumt sich erhitzt auf,
mäandert,
durchströmt in Kaskaden,
strahlt heraus
und gebiert
aus den tiefsten Seelengrundschichten
Liebe.

Daphne Amiri

 

 

 

 

 

Ich brenne

Neues ruft
Lockt im frischen Wind mit Weite
Alles kann
Ich setze zögernd die Füße
Im Gepäck
Liebeszeichen aus Jahrzehnten
In Träumen
Folge ich verwehten Spuren
Und brenne

ba

 

 

 

 

Dennoch ist es Liebe

Auf dem Schlachtfeld der Liebe
Krümmen sich verletzt Seelen,
Getriebene der Triebe
Selbst kleine Kinder quälen.

Und dennoch ist es Liebe,
Die Schmerzen nur bereitet.
Es helfen keine Hiebe,
Wird Beten fehlgeleitet.

Um den Willen der Liebe
Entbrennt täglich Schlacht um Schlacht,
Wenn ich von Freiheit schriebe,
Auch von des Stärkeren Macht.

Alles bewegt die Liebe,
Auch den atomaren Kern.
Je länger es so bliebe,
Desto heller strahlt mein Stern.

HH

 

 

 

 

 

Über die Liebe

Wenn jeder hätt´ ein Stückchen Liebe
Was er verschenken könnte wie´s ihm passt
Grad´ jetzt
An eine Seele die es braucht
In dem Moment wo man sich trifft
Sie wär´ unendlich
Hätte Flügel
Und niemand spräche mehr von Angst sie zu verlier´n

UH

 

 

 

 

 

die Liebe …

ich werfe in den Wind
eine Hand voll Korn
und ein wunderbarer Takt des Herzens
pocht mir zum Tanz …

es kribbelt der tiefe Blick
bis zum Ende meiner Augen
und ich weiß von der Geduld,
die mich umhüllt …

die Liebe ist kein Boomerang,
vielleicht
wie ein Zeitlupenflug
durch das Chlorophyll des Grases …

DD

 

 

 

 

Im Herzen Dir
und nur für Dich

Im Hin und her,
der Sinne ledig.
Eben noch ist Kindgebrüll.
Dunkelnd morgen oder heute
klingt uns dumpfer Grabgesang.

Ewig unser weites Werfen
aller unsrer kleinen Wünsche.
Fern der Stern im Weltenklang.

Suchend fluchend in den Resten,
die verkohlt und faulend warten.

Nichts mehr hier als Sternenhimmel.
Alles ohne Name, Rang.
Bitterkeit in grauen Wolken.
Traurig ist des Tages Gang.

Lass mich Dir ein Windhauch sein.
Erdenrund in Wolkenlicht.
Diese Zeilen nur für Dich.
Voller Liebe Wege tretend.

Lang. Ganz lang…..

RM

 

 

 

 

 

Leiden-schaft

Blickst mich sanft und hingegeben an.
Deine Hand läuft schonend
beinah unmerklich
über
meinen Arm
meinen Nacken
meinen Flaum.
Meine Sinne beben
als deine Hand
die Knospe der frühen Blüte
berührt,
sie verführt…..

Und doch
wiederholtest du nur
Geübtes,
blicktest in
Gewesenes,
um immerzu
dem Rausch der Lust zu verfallen
der Begierde zu gefallen,
um dann
in tiefer Verzweiflung
der Liebe hinterher zu jagen.

Daphne Amiri

 

 

 

 

Roter Steg

einst leuchtete er rot
doch schon lang ist’s her
auf ihm taumelt mein Herz
heut‘ ist’s mir so schwer

nach glühenden Nächten
vereint in den Sternen
wurd‘ es plötzlich Meins
Einsamkeit zu lernen

doch ach in der Stille
aus Schmerz geboren
spür‘ ich deinen Atem
nichts ist je verloren

ba

 

 

 

 

 

Unsterblich verliebt

Dein holdes Gesicht
In meiner groben Hand,
Strahlt wie ein Gedicht
Aus einem Lyrikband.

Von Liebe zart umkränzt
Dich in den Armen wiegen,
Dein Mund sich mir kredenzt,
Mich küssend anzuschmiegen.

Bin tief in Dich gesunken,
Als endlich wir vereint.
An Tränen fast ertrunken,
Die Anubis um sich weint.

HH

 

 

 

 

Herzaufgang

Dort wo der Himmel die Erde berührt
Ganz fern von hier am Horizont
Wo Sehnsucht rastet auf dem Weg zur Welt
Und die Farben der Nacht die Gedanken verzaubern
Da schläft ein Herz ganz tief und still
Und nur die Liebe kann es wecken

UH

 

 

 

 

Deine Lippen
berühren meine
sacht und sanft.
Es zittert mich.

Wir ergründen uns vorsichtig,
umsichtig.
Wie zerbrechlich wir zu sein glauben.

Unsere Hände,
unsere Finger
spielen umeinander,
Leicht wandeln wir auf sonnenbeschienenen Wegen.

Wir lassen
unsere Liebe fließen…
So frei
Weite einverleibend.

Fortan will Sie uns
gegeben sein.

Daphne Amiri

 

 

 

 

 

schwarz-weiß …

schwarz-weiß ist die Nacht,
die zeigt und erwacht,
die glüht und kühlt,
in jener… ah… und in mancher…

jeder Horizont so unklar
und mysteriös,
man ahnt nur,
wohin man geht …
ah … was soll’s …
schwarz-weiß ist die Nacht …

ja die,
bei jener Glut
kein Schwarz … kein Weiß…
bei der man atmet wie das Meer,
aller Gezeiten gleich

die?
die wie das Meer
dunkel und salzig wogt?
die im Mondlicht leuchtet
im hellen Weiß?
jene mit dunklen Tiefen,
die in der Weite
den Himmel küsst?

ja die,
die am Horizont vorbeizieht
und der alles gleich,
egal wie schwarz, egal wie weiß,
ja die,
wie du, wie er, wie sie …

ja … für jene
leuchten die Sterne …

CS & DD

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